Passau – Wien

Reisevorbereitung:

Relativ kurzfristig haben wir noch für 3 Personen die Tour Passau – Wien buchen können. Gebucht haben wir Hotels und einen Gepäcktransfer.

Los geht es am 15. August 2013 und Ende ist am 21. August 2013. In Wien hängen wir noch einen Tag dran. Nach dem Motto: „Wenn wir schon mal in Wien sind, dann schauen wir uns die Stadt noch ein bisschen an.“

Bis dahin werden wir noch das ein oder andere an Ausrüstung brauchen. Da dies unsere erste lange Radtour ist, kommen da viele Fragen auf. Wir haben auch schon angefangen eine Reiseliste zu schreiben, um nichts zu vergessen. 😉

Über ein paar Tipps freuen wir uns immer.

Rosenheim, 15. August 2013

Es geht los mit einem reichhaltigem Frühstück im Café Innig.
Dann beginnt die Fahrt nach Passau mit dem Auto. Unsere erste Station ist das Hotel Innsento. Einchecken und am Nachmittag die Fahrräder holen.

Wir haben die Fahrräder (2 Ebikes, 1 einfaches Herrenrad) abgeholt und sind ein bisschen durch Passau gefahren. Wir sind zum Dreiflüsseeck gefahren.

Weiter ging es durch die hügelige Altstadt, wo wir fleißig unsere Ebikes ausprobierten.

Ein kurzer Abstecher in die Kirche Hl. Stephan. Sehr prunkvoll, fast protzig. Eine beeindruckende Orgel, riesige Bilder und der Altar macht dem Kölner Dom Konkurrenz.

Ein kurzer Einkauf (Wasser, Cola) in einem winzigen Laden war leider sehr teuer. Heute ist Feiertag und die Geschäfte haben zu. Also haben wir in den sauren Apfel gebissen und 8,00 €. bezahlt.

Jetzt geht es zu unserem 3-Gänge-Menü.

Linz, 16. August 2013

Heute ging es munter um 09:00 Uhr los. Die ersten zehn Kilometer waren ein bisschen zäh und man stellt sich die Frage, warum tue ich mir das an. Schnell haben wir einen gemeinsamen Fahrrhythmus gefunden und der Weg am Ufer der Donau wurde immer schöner.

Vorbei ging es an dem Kraftwerk Jochenstein. Die erste Staustufe von neun. Kurz danach sind wir mit der Fähre rüber auf die andere Seite bis nach Au. Dort hatten wir lange Zeit im Gegenwind gefahren. Wir sind dann erneut mit der Fähre nach Schlögen rüber gefahren. (Pro Kopf 2,00 € bezahlt.).

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Schlögen – die bekannte Kehrtwendung der Donau.

Weiterfahrt am rechten Donauufer. Nach einer kurzen Pause, sprich Einkehr, Würstl mit Senf und Kren und einer Pizza sind wir durch das fast unbesiedelte Donautal Richtung Aschach gefahren. Zum Glück waren wir auf der rechten Seite, somit sind wir immer im Schatten und nicht in der brütenden Sonne gefahren. Ewig fährt man einen schönen breiten Radweg entlang. Besonders witzig fand ich, das alle 500 Meter Angler standen bzw. saßen. Und nicht nur mit einer Angel, oft 4, 5 und gar mehr Angelruten standen dort in Reih und Glied. Und rechts neben dem Fahrweg hatten sie ihr Lager aufgeschlagen. Entweder mit Zelten oder mit Lieferwagen, Autos mit Anhänger oder auch kleine Wohnwagen.

WP_20130816_032Immer wieder sah man riesige Schiffe vorbeiziehen. Und ein Wikingerschiff mit Leuten, die versucht haben im Takt zu rudern. Wohlbemerkt: versuchten. ??

Nach sehr langer Fahrt sind wir in Aschach angekommen. Gott sei dank, denn unsere Kräfte gehen langsam zur Neige. Ein kurzes Stück noch nach Eferding – welches sich dann etwas hinzog – und wir kamen erschöpft am Bahnhof an. Wir sind schon 75 Kilometer geradelt. Von dort aus geht es mit dem Bus (20 im) nach Linz zu unserem Hotel.

Fazit: Für einen Tag ist es zuviel an Kilometern gewesen. Wir hatten keine Zeit, für Besichtigungen oder mal einfach zu sitzen und die Seele baumeln zu lassen. Für Ungeübte ist es sehr anstrengend und ich würde diese Strecke auf zwei Etappen empfehlen. Da wir die Reise so gebucht haben und zu einem bestimmten Tag an unserem Hotel sein mussten, blieb uns gar nichts anderes übrig, als die Zähne zusammen zu beißen und tapfer so viel Strecke fahren.


Linz erwacht… (siehe hier)

Ebersdorf, 17. August 2013

Nachtrag zu gestern: Leider hatte das Hotel nicht das 3-Gänge-Menü in der Buchung drin. Obwohl wir das in dem Pauschalangebot drin hatten. Also mussten wir woanders eine Möglichkeit finden, um noch etwas zu essen. Dabei waren wir schon fix und fertig und wollten uns nur noch hinsetzen.

Das Park Inn Hotel steht mitten in Linz und ist ein großes und neues Hotel. Statt Türschlüssel gibt es Karten und keine Kleiderschränke sondern ein paar Bügel (9 Stück) an der Wand. Aber wir brauchen keinen Schrank, da wir quasi aus unseren Koffern leben.
Nachdem wir alle geduscht hatten, unsere leichten Sonnenbrände und diverse Poschmerzen verarztet hatten, ging es zum Frühstück.
Danach ging es erst mal zum Bahnhof. Schon kam das nächste Problem auf uns zu. Wir haben ein Ticket mit dem Zug von Linz nach Grein. Leider gibt es nur einen Schienenersatzverkehr mit Zug und dann weiter mit dem Bus. Wir wären dann um 14:00 Uhr in Grein gewesen und hätten dann noch knapp 50 km radeln müssen. Mit Glück wären wir gegen sechs Uhr im Hotel gewesen und hätten keine Zeit gehabt, für Besichtigungen oder mal ein bisschen rumsitzen. Also entschlossen wir uns, das Ticket zu erweitern und bis Ybbs zu fahren. Gesagt, getan.
In Ybbs haben wir eine kurze Pause an der Donau gemacht und die Schiffe beim vorbeifahren beobachtet.
Wir haben uns die Schleuse… angeschaut und beobachtet wie die Schiffe in die Schleuse gefahren sind und wie das Wasser gestiegen ist. Schon beeindruckend. In der Galerie kann man sich ein vorher/nachher Bild anschauen.
In Ybbs gibt es ein Fahrradmuseum. Zwar nicht ganz billig (Erwachsene 3,50 €) aber es lohnt sich. Man kann dort auf einem stehendem Hochrad fahren. Das war echt witzig. Auch die alten Räder anzuschauen ist informativ und es dauert nicht lange. Wir waren ungefähr zwanzig Minuten im Museum.

Dann ging es gemütlich den Donauradweg entlang. Durch ganz nette kleine Dörfer mit kleinen putzigen Häusern. Riesige Schiffe und kleine Motorboote fahren die Donau rauf und runter.
Nach zwei Stunden gemütlichen radeln und einem kurzen Abstecher zumFüsse abkühlen in der Donau, kamen wir gegen 16:00 Uhr in Ebersdorf an.

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Ein hübscher netter kleiner Gasthof (Gasthof Dürreger) in der Nähe von der Donau. (Man braucht nur die Straße zu überqueren.)
Wir setzten uns gemütlich auf die Terrasse und freuten uns auf das Essen. Sehr gutes Essen (gute Hausmannskost), nette Bedienung und saubere Zimmer.

Sehr witzig fand ich auf die Wetterstation. (Siehe hier)

Traismauer, 18. August 2013

Die Reise geht weiter. Unter Ebersdorf – Traismauer könnt ihr lesen, wie es uns ergangen ist. Ich hatte einige Probleme mit dem Internet und mit meiner Seite. Deswegen habe ich auf die Blog-Seite gewechselt und habe dort weitergeschrieben. Die Bilder veröffentliche ich hier.

Die Strecke war für mich die Schönste.

Wien, 19. August 2013

Unter dem Link Wien beschreibe ich unsere Fahrt von Traismauer nach Wien.

Wien, 20. August 2013

Ein tolles Frühstücksbüffett sorgte für einen guten Start. Unser erstes Ziel war Schloss Schönbrunn. Auf dem Weg zur U-Bahn kamen wir an diesem tollen Brunnen vorbei. Das Wasser fließt nicht über den Stein, sondern hüpft über den Stein.

Zuerst waren wir in dem Schloss Schönbrunn. Menschenmassen strömten zu dem Schloss und eine lange Schlange stand an der Kasse. Das hat uns nicht so gut gefallen. Also beschlossen wir, in dem riesigen Park spazieren zu gehen und das Schloss nur von außen anzuschauen. Die Parkanlage ist riesig und wirklich sehr schön. Es bietet auch kleine Attraktionen wie z. B. einen Irrgarten, Orangerie, Palmenhaus (leider geschlossen). Die Preise für diese kleinen Attraktionen sind allerdings ganz schön üppig. 4,50 € für eine Person und für Kinder 2,50 €.

Das Hundertwasserhaus haben wir uns angeschaut. Sieht sehr interessant aus. Macht bestimmt Laune darin zu wohnen – wenn nicht so viele Menschen da wären, die sich das Haus anschauen wollen. Durch Zufall haben wir auch das Kraftwerk, welches von ihm gestaltet wurde, gesehen.
Eine kurze Pause in dem schönen Café Museum (Link), welches 1899 eröffnet worden. Eine Tasse Kaffee bzw. Melange kostet 4,60 €. Auf den Kuchen haben wir dann verzichtet. Statt dessen hat es Eis gegeben. Das Café hat ein schönes Ambiente und ist ein Besuch allemal wert.
Danach schauten wir uns den Stephansdom an. Auch hier sehr viele Menschen und im Dom sehr viel Gedränge. Aber ein wirklich beeindruckendes Bauwerk.
Nach den vielen Besichtigungen sind wir dann ins Hotel zurück. Den Plan, abends den Prater anzuschauen, haben wir wegen Müdigkeit verworfen. Wien ist auf jedenfall eine Reise wert. Zum klassischen „Heurigen“ sind wir auch nicht gekommen. Aber irgendwann sind wir wieder in Wien und dann holen wir alles nach.
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4 Gedanken zu „Passau – Wien

    • Hallo Gabi,
      ja ein schönes Projekt, welches jede Menge Spaß macht. Zum Glück haben wir ein Tablet dabei, denn die Bilder auf dem Handy hochzuladen, dauert etwas.
      Die Tour macht recht viel Spaß, auch wenn es anstrengend ist. Zum Glück haben wir Radlerhosen dabei.

  1. Hallo Heidi,
    Ist ja echt toll.
    1. Die Reise mit dem Radl und 2. das Onlinetagebuch.
    Ich wünsche dir eine angenehme Reise!!!
    Henrike

    • Hallo Henrike,
      bin durch einen Artikel auf die Idee gekommen, einen Reiseblog zu machen. So kann jeder unsere Reise verfolgen. Wären wir gestern nicht so unter Zeitdruck gewesen, hätte ich ein paar Fotos mehr gemacht. Mal schauen, wie es heute wird. Gestern ca. 75 Kilometer geradelt heute ca. 46 Kilometer.

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